Lina Erpenstein

Nachwuchs-Stern am Windsurfhimmel

Lina ist gerade 17 Jahre alt geworden und liebt das Meer. Obwohl sie kein Wasser in ihrer Nähe hat, schlägt ihr Herz für das Windsurfen und Surfen. Dafür hat sie im letzten Jahr sogar ein halbes Jahr in Tarifa verbracht. Unsere Sprotte des Monats November 2013 hat dort ihre Skills so verbessert und immer mehr Freude am Sport entdeckt, dass Lina Erpenstein dann sogar erstmals beim GP Joule Windsurf World Cup auf Sylt in diesem Jahr teil nahm. Ihren ersten großen Auftritt hatte ihr lediglich der ausbleibende Wind versaut. Doch kein Grund sich zu ärgern. Lina konnte mit den anderen Teilnehmerinnen Freestylen und hat jede Menge Tipps und Motivation mit nach Hause nehmen können. Das junge Girl, das bereits den Front Loop beherrscht, sich vor dem Backloop nicht füchtet und auch Air Jibe´s hüpft, wird in den nächsten Jahren gewiss auf sich aufmerksam machen. Wir sind so gespannt auf so einen symphatischen Windsurfnachwuchs!

Lina Erpenstein - Microsteckbrief

Geburtstag: 23. Oktober 1996
Sternzeichen: Waage
Größe: 170 cm
Wohnort: Aschaffenburg
Beruf: Schülerin
Windsurfen seit: 2010

Hallo Lina! Du bist gerade 17 Jahre jung und hast schon ein paar ordentliche Moves drauf. Vor allem in der Welle. Was kannst Du schon alles und welcher Move bringt Dir den größten Spaß?

Nun ja, ich denke so furchtbar viel kann ich jetzt noch nicht, aber am meisten Spaß macht mir der Frontloop. Das Gefühl während der Rotation und wenn man merkt, dass man es geschafft hat ist einfach genial. Außerdem stehe ich mittlerweile einige meiner Airjibes. Auch ein paar Backloops hab ich schon versucht. Das wird dann das Ziel für die nächsten Jahre ;)

 

Wie bist Du überhaupt zum Windsurfen gekommen? Du lebst ja nicht gerade in der Nähe der besten Spots, oder?

Mein Vater ist Windsurfer. Schon als kleines Kind habe ich ihm immer zugeschaut. Dann habe ich irgendwann meine ersten eigenen Versuche gestartet, eher weniger erfolgreich. Aber mit 13 Jahren während eines Urlaubs auf Rügen hat mich dann das Fieber gepackt. Surfen geht bei uns eigentlich nur während der Ferien oder mal ausnahmsweise übers Wochenende. Denn von Aschaffenburg aus fahren wir immer mindestens vier Stunden, um ans Meer zu kommen.

 

Warum wolltest Du unbedingt in der Welle windsurfen? Die meisten Jugendlichen zieht es doch eher auf Freeride-Boards und die düsen dann gerne auf Flachwasser umher.

Ich liebe das Meer und die Wellen. Ich bodyboarde schon seit langem und jetzt hat mich auch das Wellenreitfieber gepackt. Auf einer Welle zu reiten ist einfach ein unglaubliches Gefühl, egal ob mit dem Bodyboard, dem Wellenreiter oder mit dem Windsurfequipment. Außerdem springe ich auch sehr gerne und das geht natürlich mit einer Welle als Rampe am besten.

 

Wo gehst Du am meisten oder am liebsten windsurfen? Sprich, wo treffen wir Dich am ehesten an...

Meistens surfe ich in Tarifa, aber nur während der Ferien. Manchmal fahren wir auch für einen Kurztrip nach Wijk, wenn die Vorhersage passt.

Ich hoffe jetzt auch in nächster Zeit ein paar Mal nach Dänemark zu kommen. Da sollen die Wavebedingungen echt super sein. Allerdings ist das natürlich sehr weit zu fahren.

 

Jetzt hast Du erstmals an einem PWA World Cup auf Sylt teilgenommen. Leider blieben die erhofften Bedingungen aus und ihr konntet nicht starten, so dass Dein erster großer Auftritt nun noch nicht stattfinden konnte. Wie hast Du den World Cup Trubel erlebt und an was erinnerst Du Dich jetzt noch gerne?

Die Zeit auf Sylt war trotz wenig Wind eine wirklich tolle Woche. Die ganzen Stars zu sehen, die man sonst nur aus den Surfmagazinen kennt ist schon toll. Außerdem sind alle auch noch super nett und hilfsbereit. Auch fand ich es erstaunlich, wie viele Menschen sich für das Event interessiert haben und es besucht haben, Surfer wie Nichtsurfer. Es war wirklich schade, dass wir nicht starten konnten, aber ein wenig Ostwind kam ja doch und wir konnten ein bisschen zum Freestylen aufs Wasser gehen. Das war schön.

 

Wir drücken Dir ja ganz fest die Daumen, dass Du bald auch auf Deinem ersten World Cup starten kannst und uns allen mal zeigen kannst, was Du drauf hast. Vor allem aber, dass Du Spaß auf dem Wasser zwischen den älteren und großen Damen des Sports hast. Hast Du schon geplant, wo Du als nächstes starten möchtest?

Ja, ich freue mich auch schon total darauf. Leider ist die diesjährige World Cup Saison ja schon so gut wie vorbei. Nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall wieder nach Sylt fahren. Hoffentlich dann mit mehr Glück beim Wind! Und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja noch irgendetwas für einen zweiten World Cup - Lust hätte ich auf jeden Fall!

 

Kannst Du Dir auch vorstellen, am Deutschen Windsurf Cup oder anderen Wave Events teil zu nehmen?

Ja, dieses Jahr war ich sogar schon auf Sylt für den DWC. Allerdings hat uns da auch der Wind im Stich gelassen.

 

Gehst Du eigentlich immer alleine aufs Wasser oder hast Du auch Freundinnen, die mit Dir windsurfen?

Da ich ja noch nicht 18 bin und noch keinen Führerschein habe, gehe ich meistens zusammen mit meinem Vater aufs Wasser. Außerdem ist in Aschaffenburg das Windsurfen leider nicht so verbreitet.

In Tarifa habe ich ein paar Freunde, teils Windsurfer teils Kiter. Mit denen gehe ich dort meistens zusammen aufs Wasser.

Auch zuletzt in Sylt mit den deutschen Mädels und Jungs surfen gehen zu können war super! Da macht´s nochmal mehr Spaß!

 

Gibt es auch Leute, die mit Dir trainieren oder Dir helfen mit Moves voran zu kommen?

Wie gesagt, leider habe ich nicht so viele Freunde, die windsurfen und die, die sonst mit mir aufs Wasser gehen haben meistens das gleiche Niveau wie ich. Das war echt super neulich beim World Cup auf Sylt. Dort habe ich schon jede Menge Tipps bekommen. So kann man viel schneller lernen, weil Andere deine Fehler viel besser sehen als du selbst.

 

Wer inspiriert Dich? Hast Du Vorbilder?

In der Welle ist das definitiv Steffi Wahl. Wie sie die Wellen abreitet ist echt unglaublich. Ich hoffe das irgendwann auch mal so zu können. 

Außerdem natürlich die Moreno Twins. Pushloops in 8 bis 10 Metern Höhe. Wahnsinn!

 

Wer stärkt Dir den Rücken und ermöglicht Dir den Sport aus zu üben? Ich weiß aus eigener Erfahrung noch, dass es mir als Jugendliche ohne die finanzielle Unterstützung meiner Eltern und auch Aufopferung ihrer Freizeit sowie nette Förderer und Sponsoren nicht möglich gewesen wäre, an Regatten teil zu nehmen oder in die Urlaube mit windsurfen zu verbringen... Geht es Dir ähnlich?

Ja, auf jeden Fall. In erster Linie sind das meine Eltern. Ohne sie wäre überhaupt nichts möglich gewesen. Ob es jetzt im Urlaub war, wo doch mal zu einem besseren Spot gefahren werden musste oder jetzt die beiden Events auf Sylt. Ich hatte immer ihre volle Unterstützung. 

Außerdem bin ich jetzt seit über einem Jahr Teamfahrerin bei Sailloft Hamburg. Durch ihre superleichten Quadsegel bin ich auch echt ein gutes Stück weitergekommen.

 

Du bist ja noch Schülerin. Hast Du schon einen Berufswunsch? Oder strebst Du an, Windsurf-Profi zu werden?

Vollprofi im Windsurfen bei den Frauen, so etwas gibt’s ja überhaupt nicht mehr. Man braucht immer ein zweites Standbein. Ich interessiere mich sehr für Medizin, aber die Anforderungen dafür sind im Moment sehr hoch. Ansonsten vielleicht irgendetwas mit Sprachen.

 

Nenne uns Deine nächsten Reiseziele:

1. Israel: Da geht’s jetzt Im Herbst hin, aber leider ohne Windsurfen

2. Tarifa in den Weihnachtsferien

3. Sylt

 

Was willst Du unbedingt noch in Deinem Leben sehen?

Da gibt es so vieles. Also auf jeden Fall so viel wie möglich von der Welt. Australien, Südamerika, Maui, Südafrika… Die Liste ist ewig. Für mich wäre es absolut unvorstellbar mein ganzes Leben nur ein und denselben Ort zu sehen. Das gäbe mir das Gefühl etwas zu verpassen.

 

Angenommen, Du gewinnst heute 1 Million Euro im Lotto. Was stellst Du damit an?

Ich würde eine Menge spenden und eine Weltreise machen mit so vielen Stops wie möglich. An vielen verschiedenen Spots surfen, aber auch das Land selbst entdecken, die Kultur, die Sprache.

 

Lieblingsbedingungen: Wind von links, 30 Knoten, 1,5 bis 2 Meter Welle und Sonnenschein.

 

Lieblingsmaterial: 4.0 Sailloft Quad und 68 l Trailer Wave Patrick

 

Lieblingsspot: Bolonia bei Tarifa

 

Schule finde ich... anstrengend. 

 

Bei Flaute mache ich... Wellenreiten, Tennis, Musik hören, Freunde treffen.

 

Ich freue mich über... jeden Tag auf dem Wasser.

 

Ich hasse..., dass Aschaffenburg nicht am Meer liegt.

 

Lebensmotto: Lebe den Moment!

 

Was ich schon immer mal sagen wollte...

Waiting for wind and waves is okay, most of the people spend all their time waiting for nothing. :)

 

Sponsoren: Sailloft Hamburg, Patrick Boards, Xcel Wetsuits

 

Website: in Arbeit ;)