Windsurf Regeln

Eine Übersicht

Wir haben für euch die wichtigsten Regeln rund ums Windsurfen zusammengestellt. Von Vorfahrts- und Ausweichregeln über Tipps zu eurer Sicherheit bis hin zu richtigen Verhalten gegenüber der Umwelt - hier findet ihr Antworten auf viele Fragen...

Bevor du windsurfen gehst

  1. Entsprechen die Bedingungen (Windstärke, Windrichtung, Wassertiefe, Wellenhöhe etc.) Deiner Könnensstufe?
  2. Bei ablandigem Wind ist Windsurfen lebensgefährlich und verboten!!!
  3. Sei Dir sicher, dass Du den Spot kennst und über Besonderheiten Bescheid weißt.
  4. Du bist neu an einem Spot? Dann frage Locals nach den Bedingungen vor Ort. Siehe auch unsere Spotbeschreibungen (Fernweh - Spots).
  5. Grundsätzlich kann es nicht schaden, wenn du dich vor dem Windsurfen aufwärmst, um Muskeln, Bänder und Gelenke auf den Sport vorzubereiten. Das senkt das Verletzungsrisiko.

Prüfe dein Material

Hast Du alle Tampen richtig verschlossen, verknotet und gesichert ? (Habe schon viele Windsurfer von weit draussen ans Unfer schwimmen sehen, die z.B ihr Gabelbaumende oder den Mastfuß-Tampen nicht gesichert und verknotet hatten. Dann hat sich das Segel entweder vom Mastfuß nach oben gerollt und war nicht surfbar oder das Unter- und Achterliek flatterte so im Wind, dass der Wind nicht in Schub umgesetzt werden konnte.) 

 

Mast, Mastverlängerung und Gabel ok? Ein angeknackter Mast kann unter dem Druck des Windes, in einem Waschgang (Welle) oder in einem Schleudersturz komplett brechen. Ebenso die Holme oder das Frontstück der Gabel und auch der Mastfuß. Deshalb immer auf Schäden, wie Risse, überprüfen. Das kostet dich weniger Energie als auf dem Meer in Seenot zu geraten.

 

Schäden am Brett müssen nicht dazu führen, dass es Dir ganz durchbricht. Jedoch kann Wasser in einen Riss oder kleinen Bruch eindringen (häufig an der Nose) und dein Board saugt es dann auf. Folge: Gewichtszunahme und schlechte Manövrierfähigkeit - d.h. Fußsteuerung verschlechtert sich erheblich und der Fahrspaß wird vom Fahrfrust ersetzt. Lass lieber gleich jeden Schaden reparieren.

Schütze dich

  • gegen Unterkühlung hilft ein Neo und Schuhe aus Neopren (im Winter dann mit Haube und Unterzieher)
  • ein Helm beugt Verletzungen am Kopf vor (in der Welle und beim Freestylen quasi Pflicht)
  • eine Prallschutzweste vermindert das Risiko von Verletzungen an den Rippen beim Springen oder Freestyle Manöver üben (zudem hat die Weste einen geringen Auftrieb, also auch gut zum Wasserstart üben)
  • befestige einen Ersatztampem (Trimmleine) an deinem Trapez als Sicherheit, wenn dir aufm Wasser mal der Achtlerlieks- bzw. Vorlieksspanner reißen sollte (was durchaus mal vorkommen kann)

Richtiges Verhalten

Naturschutzzonen und Naturschutzgebiete wie Naturparks sind nicht zu besurfen!

 

Halte Dich fern davon und respektiere den Schutz der dort lebenden Tier- und Pflanzenwelt!

 

Wenn Du Müll am Spot verursachst, dann nimm ihn bitte auch wieder mit! Du kannst Deine Umwelt aktiv schützen. Wenn Dein Spot sehr schmutzig ist, freut der sich sicher darüber, wenn Du ein bisschen Müll sammelst und entsorgst.

Vorfahrtsregeln

Windsurfer/innen müssen folgenden Wasserfahrzeugen Vorfahrt gewähren:

  • Öffentlichen Wasserfahrzeugen im Einsatz (z.B. Wasserschutzpolizei, Seeneotrettung, Hafenbehörde, Feuerwehr)
  • Segelbooten, Ruderbooten und Flößen
  • Fahrzeuge der Berufsfischerei
  • Linienschiffen (Kreutzfahrtschiffen)

Motoriersierte Schiffe oder Boote müssen Windsurfern Vorfahrt gewähren!

Ausweichregeln

Windsurf-Sprotten und Kite-Sprotten haben in der Regel ein Herz füreinander und zicken sich nicht an wie die meisten Windsurfer und Kiter, die oft echt kindisch miteinander agieren. Es gelten ohnehin für beide Sportarten dieselben Vorfahrts-und Ausweichregeln.

 

Als Windsurfer/in musst Du nur bedenken, dass der Kiter oder die Kiterin etwa 30m lange Leinen zum Kite hat und daher nicht immer so schnell ausweichen kann. Also halte einfach von Dir aus -ohne es drauf ankommen zu lassen- mindestens 60m Abstand (Faustregel: doppelte Leinenlänge).

 

  • Lee vor Luv
  • Backboardbug vor Steuerboardbug, heißt: rechte Hand ist Masthand= Vorfahrt und kurshaltepflichtig
  • Überholen immer in Luv, damit der "Überholte" die Möglichkeit hat, auf Raumwindskurs zu gehen (abzufallen) und ein Manöver wie eine Halse fahren kann

 

In einer Hafeneinfahrt gilt: Einfahrer vor Ausfahrer!