Schotstart

Windsurf Step One

Nachdem du gelernt hast, dich auf einem Surfbrett ohne Segel zu bewegen und etwas Balancegefühl entwickelt hast, kann es los gehen. Der 1.Schritt im Windsurfen: der Schotstart.

Dafür kennst du auch schon wichtige Begriffe der Theorie: Lee = windabgewandte Seite (oder da, wo der Wind hin weht), Luv = windzugewandte Seite (oder da, wo der Wind her kommt), Bug = Vorderteil deines Surfbrettes und Heck = Hinterteil deines Surfbrettes. Außerdem kannst du alle Teile an Deiner Windsurfausrüstung benennen.

Julika Gleixner, Surflehrerin in der Wassersportstation "Tatort Hawaii" in Stein an der Ostsee, zeigt dir, wie du den Schotstart richtig lernst.

 

Optimal für ersten Schritte ist ein Flachwasser-Spot, wo du im Wasser stehen kannst. Für alle Schritte gilt: bleibe so locker wie möglich in den Beinen und Knien und verkrampfe nicht.

 
  1. Klappe das Schwert aus und richte das Surfbrett quer zum Wind aus, so dass Board und Wind ein "T" ergeben.
  2. Das Segel liegt auf der richtigen Seite (in Lee). Und zwar nach dieser Reihenfolge: Wind - du - Brett (vor dir) - Segel
  3. Stelle dich nun aufs Brett. Der Mastfuß befindet sich zwischen deinen Füßen und du stehst mittig auf dem Brett.
  • Jetzt greifst du die Startschot mit beiden Händen und gehst in die Knie!!! Mache dazu einen "Entenarsch". Nur so kannst du Griff für Griff das Segel aus dem Wasser ziehen und dabei nicht deinem Rücken schaden. Lass dir damit Zeit, da das Wasser im Segel etwas Zeit braucht, um abfließen zu können.
  • Die "Hauruck"-Methode führt hier zu nichts. Deshalb landen auch viel mehr Männer als Mädels beim Schotstart im Wasser. Sie reißen das Segel mit aller Gewalt aus dem Wasser und fallen dann beim plötzlich fehlenden Gegendruck hinten über. Einfühlungsvermögen und Vorsicht führen hier ohne großen Kraftaufwand zu mehr Erfolg.
  • Die Hand, die zum Bug zeigt, auch Masthand genannt, greift den Mast. Wichtig: dabei bleibt der Arm gestreckt, damit du nicht hinter über fällst. Du befindest dich jetzt in der Grundstellung.
  • Nun mache einen Schritt zum Heck hin. Bleibe aber mittig auf dem Brett stehen. Tipp: der Schwertknauf ist jetzt zwischen deinen Füßen.
  • Jetzt knicke den Mastarm ein und führe den Mast an deinem Körper vorbei bis er gerade steht. Dann macht deine Gabelbaumhand die Tür zu, in dem sie langsam das Segel heran zieht.
  • Du spürst den Wind in deinem Segel und deinen Händen und fährst gerade aus auf Halbwindkurs (parallel zum Wind). Juhu! Du kannst nun die Masthand vom Mast lösen und mit ihr den Gabelbaum fest halten. Das Schwert klappst du mit dem Fuß ein. 
  • Sonderfall: Dein Segel liegt beim Schotstart (siehe 2.Schritt) nicht optimal in Lee, sondern in Luv. Du stellst dich aufs Board und beginnst vorsichtig, wie in den nächsten Schritten im Optimalfall, das Segel an der Startschot Schritt für Schritt aus dem Wasser zu ziehen. Jedoch lässt du das Gabelbaumende im Wasser. Das Segel wird langsam vom Wind angeströmt und daraufhin dreht sich dein Board automatisch wieder in die richtige Position (quer zum Wind). Beim Drehen des Brettes läufst du in kleinen Schritten mit um den Mastfuß bis du wieder in der Grundstellung stehst.