Inga Wobker

Im Bulli durch Europa und bis nach Nordafrika

Inga Wobker - unsere kitende Sprotte des Monats März 2014 kann von zwei Sachen nicht genug bekommen: vom Boarden und Reisen. Am letzten Wochenende hat sie gerade die Snowkite Masters gewonnen. In den warmen Monaten geht sie allerdings lieber kiten. Und am allerliebsten geht sie auf Reisen. Wie nach ihrer fertig gestellten Doktorarbeit im Dezember 2012. Danach eroberte sie europäische und nordafrikanische Spots im Bulli mit ihrem Freund. Wir finden das aufregend! Und Inga würde am liebsten gleich wieder los...

Inga Wobker - Microsteckbrief

Geburtstag: 21. Mai 1984
Sternzeichen: Zwilling
Größe: 170 cm
Wohnort: Meersburg / Bodensee
Beruf: Assistentin des Geschäftsführers/Dozentin Marketing & Marktforschung
Kiten seit:  2007

Inga, wenn Du einem Blinden Kiten erklären müsstest. Was würdest Du ihm erzählen?

Das Kiten ermöglicht uns, sich in Elementen zu bewegen, für die wir Menschen eigentlich nicht gemacht sind – dem Wasser und der Luft. Und zum Glück wurde es erfunden, denn diese zwei Elemente sind mit einem Haufen Spaß verbunden. Das Gefühl, wenn man durch die Lüfte fliegt, einen neuen Trick gelernt hat oder eine Welle absurfen kann, ist einfach der Hammer!

 

Warum ist Kiten einfach Dein Sport?

Da bin ich frei. Da kann ich einfach ich selbst sein. 

 

Wie und wann bist Du selbst zum Kitesurfen gekommen?

Das war 2007. Ich war absolut leidenschaftliche Snowboarderin und habe einen Sommersport gesucht. Mittlerweile gehe ich selbst im Winter zum Kiten oder zum Snowkiten und snowboarde nur noch ein paar Mal pro Saison. 

 

Wie hast Du es geschafft, möglichst oft aufs Wasser zu kommen? Du lebst ja nicht gerade an der Küste.

Ich hatte vor ein paar Jahren die famose Möglichkeit ein Praktikum und Auslandssemester in Kopenhagen zu machen. Vor drei Jahren war ich dann noch einmal für einen Forschungsaufenthalt dort. Das war echt super. Da kam ich zwei, drei Mal die Woche aufs Wasser. Hier am Bodensee haben wir nur zwei bis drei Mal im Monat Wind, manchmal haben wir aber auch monatelang keinen Wind. Seit sich mein Freund einen VW-Bus gekauft hat, sind aber auch mehr Wochenenden am Silvaplana See und Comer See, sowie Urlaube im Bus sind drin :)

 

Wo hat Dich der Sport bereits hingetrieben?

Puhh, ich habe bereits recht viel in Dänemark gesehen. In der Ecke Leucate bin ich auch öfters unterwegs. Die Tourstopps der deutschen Meisterschaft natürlich und zum Neusiedler See  zur Europameisterschaft, Sardinen, El Gouna und Hamata/Ägypten, Djerba/Tunesien, dann unser Road-Trip, wo wir durch Europa und Marokko gereist sind… 

 

Und das Highlight dürfte dann der eben der große Road-Trip durch Europa und Nordafrika nach Deiner Doktorarbeit gewesen sein, oder?

Oh ja, ich hab im Dezember meine Doktorabeit über Emotionen in wirtschaftlichen Austauschprozessen abgegeben, dann noch drei Monate am Lehrstuhl gearbeitet, bevor es Ende März für vier Monate endlich los ging.

 

Kannst Du uns verraten, wo wir die schönsten Spots auf unserem Kontinent finden, um zu Kiten und die Natur zu genießen?

Der ist zwar nicht auf unserem Kontinent, aber Dakhla und auch Essaouira/Marokko haben mit total gut gefallen. In Europa haben mit besonders gut die Flachwasserspots im Ebro-Delta, Faro und Esposende/Portugal und Kloster/Dänemark gefallen. 

 

Von welchem Spot warst Du eher enttäuscht?

Meistens sind das die Touri-Spots wie Alvor in Portugal oder Tarifa in Spanien, die mir persönlich nicht so zusagen, weil es zu voll ist. Aber im Allgemeinen haben mir auf unserem Trip die meisten Spots gefallen. Enttäuscht war ich maximal von dem Ausbleiben des Windes. Was mich überrascht hat, war wie stark die Ebbe und Flut im Atlantik ist. Meist bin ich ja – wenn nicht auf einem See – im Mittelmeer oder an der Ostsee unterwegs, da kenne ich das nicht so. 

 

Welche Erfahrungen konntest Du auf Deinem Road-Trip sammeln?

Wie gut es tut, mal alles hinter sich zu lassen und den Kopf frei zu bekommen. Und wie schön Reisen ist. Oft haben wir morgens nicht gewusst, wo wir abends schlafen werden. Und wie schön es dann ist, morgens direkt am Meer aufzuwachen - traumhafter Blick und ganz alleine die Morgenstimmung zu genießen. Frühstücken, Bikini und Boardshorts anziehen und ab aufs Wasser. 

 

Welche Ziele visierst Du als nächstes an?

Ich würde gerne dieses Jahr nach einem Jahr Pause die deutsche Meisterschaft wieder mitfahren, aber vom Bodensee aus sind alle Stopps sehr weit weg und ich muss auch sehen, wie ich das mit meinem neuen Job unter einen Hut bekomme. 

 

Was machst Du eigentlich, wenn kein Wind ist oder im Winter?

Meist nutze ich die Zeit zum Arbeiten, so dass ich, wenn es dann doch mal Wind hat, frei nehmen kann. Im Winter bin ich viel beim Snowkiten, aber auch auf dem Wasser, denn im Winter hat es meist mehr Wind am Bodensee als im Sommer. 

 

Du (snow-) kitest auf Wettkampfniveau. Pushen Dich die bevorstehenden Events? Traust Du Dich dadurch mehr als beispielsweise einfach so dahin zu gleiten?

Ja, zu sehen was die anderen Mädels so drauf haben pusht enorm. Aber während den Wettkämpfen finde ich eigentlich am tollsten, die ganzen Mädels wieder zu sehen. Die meisten wohnen ja am anderen Ende von Deutschland und ich sehe sie nur zu den Tourstopps. 

 

Erfolge:

Int. Snowkite Championship 2013 – Race: Gesamtsieg und Deutsche Meisterin, 

Int. Snowkite Championship 2012: Race: 3. und Deutsche Vizemeisterin, Freestyle: 5. und Deutsche Vizemeisterin

Kitesurf: EM am Neusiedlersee 2012: 9.

 

Was ist Dein größter Traum?

Ich würde gerne in ein paar Jahren wieder für längere Zeit reisen gehen. Ich vermisse diese Ungebundenheit total. 

 

Sponsoren:

Ozone, Tramontana Grafixx, Goodboards, Su-2, flat-water.de

 

Homepage:

www.inga-wobker.de

 

Lebensmotto:

Lebe deine Leidenschaft!