Lia Stoike

Boardsportlerin mit Model Qualitäten und der Liebe zu Rostock

Lia meint, sie sei über Umwege zum Windsurfen und Wellenreiten gekommen. Wir finden, dass sich ihre Hobby´s nur logisch weiter entwickelt haben. Die Boardsportlerin verliebte sich nämlich als kleines Mädel ins Skateboarden. Nach mehreren Verletzungen versuchte sie sich im Wakeboarden und konnte sich fortan nicht mehr vom Element Wasser trennen. Dann machte sie einen Windsurfschein und landete beim Surfen. Macht doch alles Sinn, oder? So ganz nebenbei lebt sie in Rostock und modelt. Hier unsere Sprotte des Monats Juni 2014.

Lia Stoike - Microsteckbrief

Geburtstag: 13. Juni 1992
Sternzeichen: Zwilling
Größe: 182 cm
Wohnort: Rostock
Wassersport seit: 2008

Lia, wie bist Du denn nun zum Surfen gekommen? Du hast ja einen langen Weg zurück gelegt bis Du zum ersten Mal eine Welle geritten bist.

Die ersten Grundsteine wurden schon familiär gelegt, da meine Familie väterlicherseits von der wunderschönen Insel Norderney stammt und wir dort alljährlich im Urlaub waren.

Zum Windsurfen und Wellenreiten bin ich eher über Umwege gekommen. Zunächst verliebte ich ich mich ins Skateboarden, musste aber feststellen, dass Asphalt sehr hart ist, wenn man ihn knutschen will. Nach ein paar ausgeschlagenen Zähnen, einem gebrochenen Kiefer und ´nem kaputten Knie, war die Liebelei vorbei und ich fing mit dem Wakeboarden an. Die Leidenschaft zum Wassersport war geboren!

 

Durch Freunde kam ich dann auf die Idee an der Surfschule auf Norderney meinen Windsurfschein zu machen und wie es der Zufall wollte, bekam ich wenige Wochen später von meinem Onkel meine erste Windsurfausrüstung geschenkt (da er sich beide Handgelenke beim Motorcross gebrochen hatte). Ab da war eigentlich klar, dass ich von diesem Sport so schnell nicht mehr loskommen würde.

 

Im Jahr 2011 machte ich dann ein Praktikum im Klinikum auf Norderney und schnupperte auch mal beim Wellenreitkurs rein. Ich war so begeistert, dass ich mir zwei Tage später mein erstes Minimalibu zulegte und ab da jede freie Minute des Praktikums in den Nordseewellen verbrachte. Ein Jahr später hatte ich dann Geld für ein Shortboard angespart und fuhr mit diesem das erste Mal nach Sylt.

 

Und dann war klar, dass Du irgendwann am Meer leben musst? Rostock called...

Als es klar wurde, dass ich für Ausbildungszwecke das Nest bei Cuxhaven verlassen und in die weite Welt ziehen musste, stand für mich fest, dass ich im Norden und vor allem am Meer bleiben möchte. Ich bekam die Zusage für Rostock, was perfekt war. Ich sagte zu, ohne die Stadt jemals gesehen zu haben und das war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Rostock stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus, nicht nur was den Lifestyle und die Menschen, sondern auch die Surf-Community betrifft.

 

Wie tickt Rostock denn so? Was treibst Du in der Hansestadt?

Rostock ist eine verdammt coole Stadt mit lässigen Leuten, einem wunderschönen Hafen und ausgefallenen Partys. Egal welcher Wochentag gerade ist, es ist immer etwas los. Manchmal kann man sich gar nicht entscheiden, welches Event man mitnehmen soll.

Surfen  gehört natürlich zum Leben dazu, genauso wie Abends auf der Headge Halbinsel grillen und mit Freunden den Sonnenuntergang zu beobachten.

 

Und verrate uns doch, wo Du in Rostock surfen gehst. Ist die legendäre Fährwelle tatsächlich so gut wie ihr Ruf?

Die Fährwelle ist in meinen Augen der zuverlässigste, aber zugleich unberechenbarste Spot den ich kenne. Zuverlässig, da mit einer 100%igen Wahrscheinlichkeit alle zwei Stunden eine Welle entsteht, die 10-20 Minuten läuft. Unberechenbar, da die Qualität der Welle von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt. So kann eine langsame oder schnelle Fähre die Wellengröße  gravierend verändern, genauso wie die Windrichtung, Windstärke,… Trotzdem ist sie für viele Hauptanlaufpunkt, die nach dem Feierabend schnell noch auf eine Sundownersession in die Fluten möchten - so auch für mich. Und auf eins ist nach jeder Fähre immer Verlass: Das Après-Surf-Bier am Beachhouse!

 

Wo zieht es Dich außerdem zum Windsurfen und Surfen hin?

Auch, wenn ich die Ostsee lieben und schätzen gelernt habe, schlägt mein Herz doch für die Nordsee. Es gibt nichts Schöneres als den Wind um das Haus heulen und in der Ferne die Brandung rauschen zu hören. Aus diesem Grund zieht es mich seit Jahren immer wieder nach Norderney und Sylt und das sowohl zum Wellenreiten als auch zum Windsurfen. Natürlich bin ich auch gern in meiner Heimat bei Cuxhaven auf dem Wasser. Dorum und Wremen sind Spots die nur wenige kennen, die einen als Windsurfer aber mehr als zufriedenstellen. Ich gehe dort gern, wenn ich meine Eltern besuche mit meinen alten Surfdudes Tim und Eric aufs Wasser. Da ist es dann auch nicht wichtig ob Weihnachten und die Nordsee  kurz vorm zufrieren ist..

 

Wirft man einen Blick auf Deine facebook-Seite, fallen einem sofort Deine einzigartigen Fotos ins Auge. Wobei ja eigentlich nicht bloß die Fotos, sondern auch Dein unverkennbarer Look, Dein schönes Lächeln und Deine tolle Ausstrahlung. Wir müssen ja kein Geheimnis daraus machen: Du modelst. Das ist doch bestimmt spannend. Wie kam das?

Den Grundstein dafür hat ebenfalls meine Familie gelegt. Meine Oma war zu Lebzeiten hauptberuflich Fotografin und mein Vater in jungen Jahren ebenfalls als Männermodel unterwegs. Da mir schon als Kind oft gesagt wurde , dass ich sehr fotogen sei, wollte ich mit 13/14 Jahren unbedingt in Vaters Fußstapfen treten. Ich fuhr zu mehreren Castings in ganz Deutschland und versuchte mich bei Agenturen. Heute verfolge ich allerdings keine professionellen Ziele mehr in dem Business und arbeite rein hobbymäßig mit Fotografen zusammen. Ich amüsiere mich immer noch sehr darüber, wenn ich Fotos betrachte und mich selbst kaum wiedererkenne.

 

Sind das zwei Seiten in Dir? Da ist die eine zarte hübsche Modelseite und dann die harte coole Surferin, die auch mal ´ne Tracht Prügel im Sylter Shorebreak weg stecken kann?

Definitiv! Wobei die zarte Seite schon des öfteren unter der harten, coolen Surferin leiden musste.

 

Alle Interessierten finden hier zur Lia´s Facebook-Page: https://www.facebook.com/ModelLia

 

Was bedeuten Dir die Wassersportarten heute?

Windsurfen und Wellenreiten sind seit dem ersten Tag fester Bestandteil meines Lebens und in keiner Weise wegdenkbar. Ich konnte zwar bisher keine nennenswerten Erfolge  erzielen, das ist für mich aber auch nicht wichtig. Ich liebe es von ganzem Herzen über das Wasser zu brettern als gäbe es kein Morgen mehr oder das Gefühl, nach jedem Take-off von der Welle davongetragen zu werden. Diese Momente sind für mich die größte Belohnung und können durch keinen Preis der Welt abgewogen werden.

 

Welche Träume hast Du, Lia?

Irgendwann auf einer traumhaft schönen Insel eine Surfschule eröffnen und mit einem braungebrannten Surferboy in einer Holzhütte direkt am Strand wohnen… Ende gut, alles gut!