Lina Erpenstein erstmals in Pozo Izquierdo

Die 17-jährige trainiert Frontloops mit 3,3 und 69 Litern

Wie auch viele Windsurfer davon träumen, mal auf den Canaren in Pozo zu windsurfen, war es auch Lina Erpensteins Traum. Kürzlich reiste die 17-jährige in das Mekka aller Windsurfer und feilte dort bei den gewohnten Überhackbediningen an ihrem Frontloop. Lina brachte uns sowohl ihre Eindrücke Gran Canarias als auch ein sehr schönes Video mit. Beeindruckend wie cool der Worldcup-Neuling (G-423) in den Bedingungen windsurft. Da darf man sich auf die Zukunft freuen und Lina noch viel Spaß wünschen :)

 

Hier Lina´s Bericht:

 

Es war schon immer ein Traum von mir, in Pozo Izquierdo zu windsurfen. Und diesen Juni hatte ich das Glück mir diesen Traum erfüllen zu können. Nachdem ich mich seit fünf Monaten darauf gefreut hatte, flogen wir - mein Vater und ich – in den Pfingstferien für zwei Wochen nach Gran Canaria.

 

Wir hatten das Glück einen der ersten Flüge um sechs Uhr morgens zu erwischen und konnten deshalb noch direkt am Ankunftstag aufs Wasser. Uns begrüßten Pozo-typische Bedingungen für 3,3 und 69 Liter. Wie in meinen Träumen. Mehr als genug Wind und Chop soweit das Auge reicht – perfekte Bedingungen, um ein bisschen am Frontloop zu tüfteln. Ein Wunder, dass mir nicht schwindelig wurde, bei den ganzen Drehungen.

 

Die nächsten Tage sahen alle ziemlich ähnlich aus: fünf Tage am Stück Wind mit 4.0 als größtes Segel. Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Allerdings blieben die Wellen leider fast vollständig aus.

 

Dank unseres Appartements, dass nur 50 Meter vom Strand entfernt war, konnte auch mittags eine Erholungspause für eine zweite Nachmittagssession eingelegt werden. Also waren Doppelsessions an der Tagesordnung. 

 

In Pozo ist Windsurfen wirklich keine Nischensportart. Fast alles dreht sich ums Windsurfen. Nahezu Jeder, den man dort trifft, ist Windsurfer. Darunter auch erstaunlich viele Frauen. An einem Tag in Vargas waren sogar mehr Frauen auf dem Wasser als Männer! Insgesamt sind die Leute alle sehr offen, nett und hilfsbereit und so lernt man super schnell viele Leute kennen. Nicht selten fand man sich mit Victor Fernandez, Philipp Köster und Ben Proffitt gleichzeitig auf dem Wasser. Sie live beim Trainieren zu sehen, fand ich sehr motivierend.

 

Empfehlenswert sind die beiden Surfshops direkt an der Strandpromenade, die bei  jeglichen Schwierigkeiten oder Mängeln an Material helfen und sogar Surf Clinics anbieten, also Surfstunden, um sich zu verbessern. So kam es, dass ich bald Trainingsunterstützung von „Pozoclinics“ erhielt – die Fortschritte ließen nicht lange auf sich warten.

 

Leider lies uns der Pozozauber nach der ersten Woche im Stich. Die folgenden Tage blieben entweder ohne Wind oder waren sehr böig und für größere Segel. Ein paar Mal fuhren wir daher zu einem Spot weiter im Norden, wo die Bedingungen dann besser waren.

 

So langsam stellt sich in Pozo auch alles auf den Worldcup ein. Vom 12. bis 20. Juli findet hier das „Gran Canaria Wind & Waves Festival“ statt. Viele Fahrer sind bereits angereist, um sich einzufahren. Und an der Promenade werden die ersten Container mit Worldcupmaterial abgeladen. Daher fand ich es sehr schade, als der Tag unserer Abreise kam. Denn das Spektakel ist sicherlich sehenswert. Zudem sah die nächste Woche wieder nach den typischen  Hammerbedingungen aus. Der Windgott meinte es leider nicht so gut mit uns. Insgesamt hatte ich jedoch sehr viel Spaß. Gran Canaria ist definitiv eine Reise wert und ich hoffe bald wieder dort ein wenig Zeit verbringen zu können!

 

Hier Lina´s Video aus Pozo:

Text / Video: Lina Erpenstein G - 423

 

Weitere Infos: www.facebook.com/erpensteinlina oder HIER